Zinalrothorn : SE Grat, von der Rothornhütte

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Information

General

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route_types: return_same_way
activities
durations: 2 day(s)
configuration: edge, face

quality: medium

heights

heights

elevation min/max : 3198 m / 4221 m

height_diff_up: 1050 m

height_diff_difficulties: 700 m

Rating

Rating

AD-  
3b > 3b

    III    P3 

gear

gear

glacier_gear: glacier_safety_gear

orientations

orientations

E W S N

Maps

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  • Swisstopo - 47 - Monte Rosa
  • Swisstopo - 284 - Mischabel
  • Swisstopo - 1328 - Randa

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description

Zugang zur Rothornhütte ab Zermatt (1600hm; 4.5h)

Vom Bahnhof in Zermatt (1614m) durch die Fußgängerzone bis zu einem Eckhaus mit Hinweisschildern (u.a. "Rothornhütte"). Rechts ab und westwärts auf steilem Weg zu den Berghängen rechts des Triftbachs. Der Bergpfad wechselt am Hangfuß auf die linke Talseite und führt zum Restaurant "Edelweiss" hinauf. Der Pfad führt zum Hôtel du Trift (2337m) hinauf. Weiter NW-wärts ins flache Trümmerkar des Vieliboden (2488m). Jenseits setzt vor Schrofenhängen eine große Moräne an. Über ihren Rücken geht es geradewegs zur Rothornhütte SAC auf 3198m.

Aufstieg

Zinalrothorn SE-Grat (Normalroute von Rothornhütte)
Zinalrothorn SE-Grat (Normalroute von Rothornhütte)

Ab der Rothornhütte bis zum Einstieg des SE-Grats

Von der Hütte auf kurzem Pfad zum nahen Rothorngletscher. Diesen traversiert man mäßig steil NNO-wärts unterhalb einer langen Felswand bis zu einem kleinen Felsvorsprung der von einem Lawinenkegel markiert wird (3450m). Dort durch einen steilen Kamin (auch "Wasserloch" genannt, 30m, III) auf den nächsten Felsabsatz und schräg nach links über Bänder und Rinnen die nächste Wandstufe schräg traversierend zu einem grossen mittelsteilen Schnee- und Schuttband (3550m). (Andere Möglichkeit: man umgeht den Kamin und steigt den Gletscher weiter auf bis dieser auf ca. 3520m niedrig ausläuft. Über eine schmale Randkluft und die folgende niedrige Wandstufe hinweg gelangt man zu dem darüber gelegenen grossen mittelsteilen Schnee- und Schuttband.) Dieses quert man SW-wärts bis zum großen Geröllrücken, der von P. 3786 herabzieht. Steil über Blöcke und Bänder auf den Rücken hinauf (3600m, ehemaliger Frühstücksplatz, als man noch vom Hotel Trift startete) und nordwärts auf ihm weiter. Die Steigspur führt über Schrofen und grobes Geröll 100hm hinauf eine Anhöhe. Dann NW-wärts über eine Firnflankenpassage - unterwegs durch eine größere Geröllbank unterbrochen - den SO-Grat des Zinalrothorns zu erreichen (zwischen 3786m und 3912m). Dieser beginnt als scharfer Firngrat. Man folgt der Schneide oder knapp links unterhalb bis zum Ansatz der Felsen auf 3912m.

Vom Einstieg des SE-Grats zum Gabeljoch

Zu Beginn ist eine steile Felsplatte links (westlich) des Grats zu überwinden (eventuell vereist). Wieder zurück auf die Schneide des fast waagrechten Felsgrats hinauf und diesen entlang. Der Grat wird dann deutlich steiler und die Steigspur quert in die große konkave Südwand hinein. (Nicht zu früh queren! Erst am Ende des waagrechten Felsgrats an einem 2m hohen senkrechten Felsabsatz.) Anfangs geht es durch abschüssiges, schuttartiges bis firndurchsetztes Felsgelände. Die Spuren führen zu einer breiten Schrofenrinne die schräg hinauf leitet und bald in das große Couloir übergeht, das diagonal die ganze linke Wandhälfte durchzieht. Auch "Eisloch" genannt. Nun entweder über den recht gut gestuften Fels links des steinschlaggefährdeten (!) Couloirs weiter, vorbei an einer Tafel mit Inschrift. Man erklettert das grosse Couloir stets links auf einer Rippe in guten Fels (III-) und berührt nur am Ausstieg kurz das Couloir, das von losen Steinen erfüllt ist. So erreicht man das Gabeljoch auf ca. 4100m. Damit ist der oberste Teil des SW-Grat erreicht.

Vom Gabeljoch zum Gipfel

Vom Gabeljoch eine Seillänge etwas ausgesetzt über geblockte Felsen der direkten Schneide (II+) bis zu einem schwer überwindbaren grossen Steilaufschwung. Hier quert man leicht absteigend nach links an einem Felszacken vorbei zu einer größeren, dachziegelartigen Plattenzone in der Westwand. Dabei ist die bekannte Binerplatte (5m, III-) zu passieren, die man mit den Händen entlang eines schräg hinaufleitenden Risses überwindet. Diesen kann bei Vereisung heikel sein. Über der Plattenzone (ein Bohrhacken) setzt eine meist vereiste steile Rippe an, die wieder auf die direkte Gratschneide zurückführt. Den ersten Felsturm auf dem Grat umgeht man links aufsteigend auf kleinen Tritten und Simsen (ausgesetzt, II+) und gelangt in eine markante Scharte. Nun ist nur noch der Vorgipfel, die Kanzel, zu umgehen. Dazu geht es rechts, ostseitig, auf einem ausgesetzten Sims über de Ostwand um einen ausbauchenden aber gut griffigen Felsblock herum. Danach geht es kurz in die letzte Scharte hinab und über eine grosse Platte mit Schlaghacken und unschwierigem Blockwerk zum höchsten Punkt. Das Kreuz ist nach 4h Führerzeit erreicht. Je nach Verhältnissen und falls viele Seilschaften unterwegs sind auch entsprechend länger.

Abstieg auf der Aufstiegsroute

Abstieg zum Gabeljoch wie auf dem Anstiegsweg. Dabei kann nach Umgehung des zweiten Turms am Ende des nur wenig abschüssigen Gratteils abgeseilt werden. (Abseilstelle eingerichtet, Schlingenstand, entweder 40m, aber auch nach 30m Zwischenstand und dann nochmals abseilen bis zum Gabeljoch; so kann die Birnerplatte im Abstieg umgangen werden). Vom Gabeljoch durch das große Couloir, je nach Lage im Grund oder an der rechten Flanke (II) absteigen. Oder direkt vom Gabeljoch mehrere Male an Schlingenständen das grosse Couloir abseilen (in 30m-Abständen). Durch die Südwand wie beim Aufsteig zurückqueren. Weiter zur Hütte wie auf dem Anstiegsweg (Abseilstelle, 30m, am Kamin "Wasserloch"). 4h je nach Verkehr beim Abseilen.

Variante vor allem bei Lawinengefahr: man folgt dem gesamten SE-Grat über 3786m unschwierig bis zum Äschjoch auf 3627m und steigt dann über den Rothorngletscher zur Rothornhütte ab.

Von der Hütte nach Zermatt in weiteren 2h.

remarks

  • Man kann sich den Weg bis zum Einstieg am Kamin schon am Vorabend anschauen. Danach relativ leicht zu finden. Ab 3912m nicht zu früh in die Südwand queren.
  • Bei Vereisung entsprechend schwieriger. Sofern man sich versteigt, wird das plattige Gelände rechts und links des grossen Couloirs sehr schnell schwieriger.
  • Im oberen Teil hervorragende Rinnen-, Platten- und Gratkletterei!

Unterkunft

Rothornhütte, exzellentes Essen aber ohne Nachtisch. CHF 21 für die Übernachtung und CHF 37 zusätzlich für Halbpension (SAC).

gear

  • Schlingen (gute Sicherungsmöglichkeiten für Schlingen!)
  • Keile oder Friends
  • Helm!

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