Mont Blanc du Tacul: Jager-Schneise

  • Activities:
    ski/snowboard touring, snowshoing - alpine snow, ice, mixed climbing
  • Min / max altitude:
    3500m / 4248m
  • Elevation gain / loss:
    1250m
  • Altitude where difficulties start:
    3350m
  • Difficulties lenght:
    650m
  • Configuration:
    couloir
  • Main facing:
    E
  • Duration:
    1 days
  • Slope:
    50° de moyenne avec des sessions plus raide : 60°
  • Global rating:
    D
  • Commitment grade:
    III
  • Quality of in-place protection:
    P4 (no bolts)
  • Toponeige technical grade:
    5.4
  • Toponeige exposure grade:
    E2
  • Labande descent grade:
    S6
  • Labande global grade:
    ED-
  • Compatible with:
    skiing, snowboarding
Summits, passes, lakes and cliffs:
Huts, usual bivis and valley accomodation:
Access points:
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german
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Der Mont Blanc du Tacul ist von der Aiguille-du-Midi-Seilbahn aus leicht erreichbar, weswegen er viel besucht ist. Die Ostseite dieses Gipfels ist von mehreren Routen überzogen. Eine davon ist die Jager-Schneise, die nach der Gervasutti-Schneise die zweite Schneise ist, die auf dieser Seite geklettert wurde. Die Erstbesteigung erfolgte durch Pierre Barthélémy und Claude Jager am 12. Juni 1964.

Die Jager-Schneise ist schon eine längere Route, die im Hochgebirge verläuft und eine Trainingsroute vor einer schwierigeren Route sein kann. Der Zustieg von der Aiguille du Midi aus braucht ungefähr eine Stunde. Es gibt keinen Fluchtweg, wenn man die Schneise nicht wieder hinunterklettern kann.

1244235177_623065133.jpgView picture informationFace Est du Mont Blanc du Tacul

Aufstieg

Von der Aiguille du Midi den vollkommen nach Osten ausgerichteten Grat bis zu einer Höhe von 3670 m hinabsteigen. Von dort aus über den Bergschrund zwischen Gros Rognon und Pointe Lachenal vorstoßen. Die Südseite der Pointe Lachenal entlanggehen und die Basis der Schneise ansteuern. Die Jager-Schneise liegt rechts von der Gervasutti-Schneise, die die am deutlichsten erkennbare ist.

Über den je nach Jahreszeit mehr oder weniger offenen Bergschrund die Schneise besser über ihre linke Seite hochklettern. Auf den letzten 100 m erreicht sie bis zu 60° Gefälle. Am Ausgang der Schneise geht man über die leichteste Wächte. Für den Aufstieg über die Schneise rechnet man circa 3 Stunden. Die Dauer hängte von der Schneequalität ab.
Einmal die Wächte überwunden klettert man den Schneegrat bis zum Gipfel des Mont Blanc du Tacul hoch (1 Std.).

Abstieg

Vom Gipfel aus die Schulter des Tacul ansteuern und auf 4080 m stramm nach Norden und dann in Richtung Basis des Triangle du Tacul hinabsteigen. Dabei überwindet man nacheinander zwei Bergschründe, die je nach Saison sehr steil sein können.
Danach geht es ganz leicht auf den Col du Midi und schließlich hoch zur Aiguille du Midi (2 Std. 30 Min.).

Remarks:
  • Die ganze Rinne ist nach Osten ausgerichtet. Sie liegt also ab Sonnenaufgang in der Sonne. Darauf muss man bei der Bestimmung der Aufbruchszeit Rücksicht nehmen. Auf 4100 m Höhe kommt man auf den Grat, der zum nach Nordnordost ausgerichteten Gipfel führt.
  • Bis zum Fuß der Schneise sind es 200 m Höhenunterschied, in der Schneise selbst 600 m (der steilste 60°-Hang befindet im oberen Teil) und 150 m bis zum Gipfel des Mont Blanc du Tacul. Dazu kommen noch 250 m bis zur Aiguille du Midi; das macht zusammen 1200 m.
  • Wegen ihrer Ausrichtung muss diese Route notwendigerweise vor Sonnenaufgang angegangen werden. Diese Route kann man auch als Akklimatisationsroute vor einer schwierigeren Route verstehen.
Gear:

Steigeisen, 2 technische Eispickel, Schlaufen, Expressschlingen, 2 50-m-Abseilseile. Diese Route sollte nach Schneefall weger des Schneerutschrisikos nicht begangen werden.

External resources:
Ascensions au pays du Mont-Blanc - Jean-Louis Laroche, Florence Lelong
Toponeige : Mont Blanc - Lionel Tassan, Pierre Tardivel

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